Technische Anleitungen

Schritt-für-Schritt-Lösungen für allgemeine Probleme.

Durchführung einer Datenrettung

Zur Durchführung einer Datenrettung mit GetDataBack empfehlen wir Ihnen die folgende Vorgehensweise:

  1. Installieren Sie GetDataBack auf einem funktionierenden Windows Computer. Dabei soll die Festplatte, von der Sie Daten retten wollen, noch nicht angeschlossen sein. Stellen Sie sicher, dass auf der "guten Platte" ausreichend Platz zur Aufnahme der geretteten Daten vorhanden ist. Sie können die geretteten Daten auch über ein LAN sichern. Der Computer, an dem Sie die Datenrettung mit GetDataBack Simple vornehmen wollen, sollte eines der folgenden Betriebssysteme haben: Windows Vista, Windows 7, Windows 8, Windows 10. Die klassischen GetDataBack for FAT und GetDataBack for NTFS laufen auch unter Windows 95/98/ME, Windows NT und Windows 2000.

  2. Schalten Sie den Computer nun aus und bringen die Festplatte an, von welcher Daten gerettet werden sollen ("schlechte Platte"). Diese "schlechte Platte" sollte als zweite Festplatte installiert werden. Bitte überprüfen Sie beim Hochfahren des Computers die korrekte Erkennung der Festplatte im BIOS.

  3. Starten Sie GetDataBack und verifizieren Sie, dass DISK0 (HD128 im klassischen GetDataBack) die "gute Platte" und DISK1 (HD129 im klassischen GetDataBack) die "schlechte Platte" ist . Wählen Sie die "schlechte Platte" und lassen Sie sie von GetDataBack scannen.

  4. Sobald Sie den letzten Schritt erreicht haben, können Sie Ihre geretteten Daten auf die "gute Platte" kopieren. Sie benötigen dazu einen Lizenzschlüssel, den Sie bestellen können, falls Sie dies nicht bereits getan haben. Es ist nicht nötig, GetDataBack zu schließen, um den Lizenzschlüssel zu bestellen oder einzugeben. Geben Sie die Lizenzinformationen einfach jederzeit ein und kopieren Sie Ihre geretteten Daten. Es ist sinnvoll, den Kopiervorgang mit den am dringendsten benötigten Dateien zu beginnen.

Nach dem Kopieren aller gewünschten Dateien ist die Datenrettung abgeschlossen und Sie können den Computer herunterfahren und die "schlechte Platte" wieder entfernen, bitte bewahren Sie die "schlechte Platte" an einem sicheren Platz auf.

Anschließend empfiehlt es sich, jetzt ein ganz neues System aufzubauen, wobei andere Komponenten als die "schlechte Platte" verwendet werden sollten. Installieren Sie das Betriebssystem und die Programme mit Hilfe der CD-ROMs. Abschließend können Sie dann die geretteten Dateien auf diese neue Festplatte importieren.

Überprüfen Sie bitte, ob Sie tatsächlich alle Daten gerettet haben. Verwenden Sie unbedingt die "schlechte Platte" nicht wieder, bevor Sie sich nicht ganz sicher sind. Etwa vier Wochen Haltezeit dürften ausreichend sein, um danach die "schlechte Platte" wiederzuverwenden. Falls aber die "schlechte Platte" mechanisch-physikalische Probleme aufwies, sollten Sie diese keinesfalls wieder verwenden.

Falls Sie mechanische Probleme bei Ihrer Festplatte bemerken wie schlechte Sektoren oder ungewöhnliche Geräusche, sollten Sie die Datenrettung unterbrechen und zunächst ein Image Ihrer Festplatte anfertigen. Wenn dieses erfolgreich hergestellt werden konnte, können Sie die Datenrettung genau so von diesem Image vornehmen wie von der Originalplatte. Eine physikalisch beschädigte Festplatte kann in jedem Augenblick gänzlich ausfallen, weshalb es Ihr oberstes Ziel sein sollte, möglichst viele Rohdaten so schnell wie möglich von der Festplatte herunterzuziehen. Die Anfertigung eines Images reduziert zudem die Belastung der Festplatte, da jeder Sektor bei Erstellung des Images nur einmalig gelesen werden muss. Professionelle Datenrettungsfirmen verfahren nach genau dieser Vorgehensweise und stellen immer zuerst Images von Festplatten her, bevor Rettungsversuche jeglicher Art unternommen werden.

Wenn Ihre Festplatte ein physikalisches Problem aufweist und es Ihnen nicht gelunden ist, ein verwertbares Image der Platte herzustellen, empfehlen wir Ihnen, sich den Spezialisten eines Datenrettungslabors anzuvertrauen.

Bitte lesen Sie unsere ausdruckbare Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Falls Sie von der oben beschriebenen Vorgehensweise abweichen, stellen Sie bitte unbedingt sicher, dass:
  • GetDataBack nie auf der "schlechten Platte" installiert wird
  • Die "schlechte Platte" nicht als Boot-System-Platte (C:) verwendet wird
  • Temporäre Dateien und Verzeichnisse nicht auf der "schlechten Platte" angelegt werden
  • Die geretteten Daten niemals auf die "schlechte Platte" kopiert werden
  • Zuerst ein Image hergestellt wird, falls die Festplatte mechanische Störungen aufweist